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Alarmübung Nord-Elm

Kinder auf brennendem Strohboden, Person eingeklemmt, Brandausbreitung durch Funkenflug!

Laut wurde es in Nord-Elm gegen 18.00 Uhr am heutigen Montagabend (29.04.2019). Die Sirenen und Funkmeldeempfänger alarmierten die Feuerwehren aus Nord-Elm zu einem angenommenem Schornsteinbrand nach Süpplingenburg.
Die erst eintreffenden Feuerwehren stellten jedoch schnell fest, dass es sich nicht um einen Schornsteinbrand handelte, sondern um eine Einsatzlage, welche den Einsatzkräften alles abverlangen sollte.

Kinder hatten auf dem Gelände der „alten Mühle“ in Süpplingenburg in einem Stallgebäude gespielt, einige herumliegende Streichhölzer im Erdgeschoss des Stallgebäudes weckten ihr Interesse. In einem kleinen Eimer wurden Papierreste verbrannt bevor es zum Spielen auf dem Strohboden ging, dabei bemerkten die Kinder nicht, dass ein Windzug die Tür zufallen ließ und Glut aus dem Metalleimer geweht wurde.
Nach einiger Zeit bemerkten die Kinder den auf den Stallboden dringenden Rauch, konnten jedoch über die innenliegende Leiter nicht mehr ins Erdgeschoss herabsteigen. Ebenfalls bemerkte der Vater der beiden, welcher hinter dem Wohngebäude der „alten Mühle“, mit einem Bekannten große abgestorbene Tannen fällten, den Brandgeruch.

Durch diesen abgelenkt passierte ein folgenschwerer Fehler bei der Baumfällung, wodurch der Vater unter einer herabfallenden Tanne eingeklemmt wurde. Der Bekannte erlitt einen Schock und wurde bewusstlos.

Parallel dazu hatten Anwohner bereits den Rauch über dem Gebäude entdeckt, gingen jedoch von einem Schornsteinbrand aus, da der Funkenflug anscheinend aus dem Schornstein austrat. Zur Sicherheit informierten Sie die Feuerwehrleitstelle um dieses über die örtliche Feuerwehr abklären zu lassen.

Der durch den auffrischenden Wind begünstigte Funkenflug trieb die Funken, über die „alte Mühle“ hinweg, in die trockenen Tannen, welche direkt an das Wohnhaus angrenzen.

Dadurch drohten sich die Tannen zu entzünden und das Wohnhaus sowie die eingeklemmte Person unter der Tanne zusätzlich zu gefährden.

Zum Glück handelte es sich bei diesem Einsatzszenario um eine Alarmübung der Feuerwehren aus Nord-Elm, an der auch das DRK beteiligt war, ein Dank gilt an die KTW Besatzungen sowie an das RUD (realistische Unfalldarstellung) sowie ganz besonders an die Eigentümerin der „alten Mühle“.

Fotos: Detlev Keller